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06.09.2017

 

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Andreas Rohde

 

 

 

 

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Der russische Komponist Dimitrji Schostakowitsch sagte einmal über die jüdische Musik: "Jede Volksmusik ist schön, aber von der Jüdischen muß ich sagen, sie ist einzigartig!" Gerichtet war dieses große Kompliment an eine Tanzmusik, die fröhlich und traurig zugleich ist. Eine Musik, die von Herzen kommt und zu Herzen geht. Die trotz erfrischendem Schwung, trotz mitreißendem Rhythmus und eingängiger Melodien immer auch die tragischen Seiten des Lebens beleuchtet.

Klesmermusik ist die Instrumentalmusik der osteuropäischen Juden. Sie hat sich über die Jahrhunderte entwickelt und enthält viele Elemente aus der Volksmusik Osteuropas. Die langsame Hora, die sehnsüchtige Dojna, der heiße Bulgar und die schnelle Sirba vereinen sich zu einer Gebrauchs- und Festmusik, die allen Gefühlen gerecht wird. Ursprünglich wurde Klesmermusik von fahrenden Musikanten gespielt, die von Dorf zu Dorf zogen. Sie erklang und erklingt vor allem auf Hochzeiten, Festen und Feiertagen außerhalb der Synagogen.

Das Wort "klezmer" besteht aus den aramäischen Stammsilben "kli" und "zemer", übersetzbar als "Gefäß des Liedes". Es meinte ursprünglich den Musiker, wird inzwischen aber auch zur Bezeichnung des musikalischen Genres verwendet. Die Schreibweise "klezmer" stammt aus dem Amerikanischen, in dem das "z" für ein stimmhaftes "s" steht. Im deutschen Sprachraum ist daher auch die Schreibweise "klesmer" sinnvoll.

Die jiddische Sprache entwickelte sich aus dem Mittelhochdeutschen. Gezwungen durch Pogromwellen in den deutschen Ansiedlungsgebieten wanderten Juden im 15. Jahrhundert in großer Zahl nach Polen. In dem von hebräischen Worten durchsetzten Mittelhochdeutsch begannen slawische und romanische Worte aufzutauchen. Im Sprachgebrauch osteuropäischer Juden, die nach Amerika ausgewandert sind, wurden Schritt für Schritt slawische Worte durch englische Worte ersetzt.

Neben der jiddischen Literatur gibt es eine Vielzahl von jiddischen Volksliedern. Jedes dieser Lieder ist eine Liebeserklärung an eine Sprache, die Ghettos und Lager überlebt hat.

 

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